Wir haben es so oft gehört, dass es niemand mehr verdrängen kann: die Menschen werden älter, wir werden mehr Senioren haben – auch in Werther. Doch gerade weil deswegen Kinder und Jugendliche vielleicht bald zur „Minderheit“ werden, kann die Konsequenz nur sein, für alte und junge Menschen Konzepte zu entwickeln, die die Altersgruppen zusammenbringen. Hier gibt es in der Kommunalpolitik noch viel zu tun – wir Grüne haben Ideen dazu!
Wichtig ist, dass wir Einrichtungen, die alte Menschen täglich brauchen, fördern und benutzerfreundlicher machen. Das bedeutet: Geschäfte und Dienstleistungen müssen erhalten werden, der Lebensmittelladen, der Bäcker und der Fleischer müssen fußläufig erreichbar sein. Das hilft im Übrigen auch den Kindern: wo lernt man besser und sicherer einkaufen als in dem Laden, den man alleine erreichen kann und wo man einander kennt? Noch mehr Supermärkte vor den Toren von Werther machen diese Struktur kaputt.
In Werther sind in den letzten Jahren etliche Wohnangebote für Senioren entstanden, das ist gut so. Aber: alt werden heißt leider auch oft, hilfsbedürftig, pflegebedürftig oder dement zu werden. Und hier besteht Handlungsbedarf! Wir brauchen einen Besuchsdienst für alte Menschen gegen die Vereinsamung, wir brauchen einen Ausbau der Wohngemeinschaften mit Pflegeangebot, wir brauchen eine Tagespflege. Wir Grüne setzen uns dafür ein, gemeinsam mit den Organisationen der Altenhilfe und mit allen interessierten Bürgern diese Dinge zu planen und zu unterstützen.
Wir brauchen eine Kultur der Begegnung zwischen den Lebensaltern. Vieles könnte man hier anregen: eine Leih-Großmutter (Großvater) für die junge zugezogene Familie, Senioren helfen bei den Hausaufgaben oder: Computer-Kids zeigen den Alten, wie man Software-Probleme löst…
Nicht zuletzt muss auch die Kommunalpolitik den Dialog wollen: junge und alte Bürger sollen direkt nach ihren Wünschen befragt und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Wir Grüne werden hierzu, wie in den vergangenen Jahren, Vorschläge machen.
Marlene Kuhlmann, Heinz-Peter Kuhlmann
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